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Berliner lejeundersøgelse: Automatisk kontrol af boligannoncer for overtrædelser af lejeprisbegrænsningen

Ber­lin kon­trol­lerer auto­ma­tisk boli­gan­non­cer for over­træ­del­ser af leje­pris­be­græns­nin­gen. Der var mistan­ke om over­træ­del­ser i næs­ten halv­de­len af de kon­trol­lere­de annoncer. 
Berliner lejeundersøgelse: Automatisk kontrol af boligannoncer for overtrædelser af lejeprisbegrænsningen

Berliner lejeundersøgelse: Automatisk kontrol af boligannoncer for overtrædelser af lejeprisbegrænsningen

Ber­lin geht beim The­ma Miet­preis­kon­trol­le neue Wege. Die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung, Bau­en und Woh­nen hat ein Instru­ment ein­ge­führt, das öffent­lich zugäng­li­che Woh­nungs­in­se­ra­te in Immo­bi­li­en­por­ta­len auto­ma­ti­siert aus­wer­tet und auf mög­li­che Ver­stö­ße gegen gesetz­li­che Miet­ober­gren­zen prüft. Der soge­nann­te Mie­ten­scan soll künf­tig monat­lich zum Ein­satz kommen.

Was ist der Mietenscan?

Grund­la­ge der Aus­wer­tung ist der Ber­li­ner Miet­spie­gel 2026. Im ers­ten Durch­lauf im Juni 2026 wur­den 7.757 Inse­ra­te erfasst. Nach Abzug von Dupli­ka­ten und sol­chen Fäl­len, auf die der Miet­spie­gel nicht anwend­bar ist, ver­blie­ben 4.539 Ange­bo­te zur Bewer­tung, dar­un­ter 2.812 unmö­blier­te und 1.727 möblier­te Woh­nun­gen. Bei fast der Hälf­te der geprüf­ten Inse­ra­te, genau 46 Pro­zent, bestand ein Ver­dacht auf einen Ver­stoß gegen Mietbegrenzungsvorschriften.

Welche Regeln gelten in Berlin?

In Ber­lin gilt wegen des ange­spann­ten Woh­nungs­markts die Miet­preis­brem­se. Sie unter­sagt es Ver­mie­tern grund­sätz­lich, bei einer Neu­ver­mie­tung mehr als zehn Pro­zent über der orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te zu ver­lan­gen. Aus­nah­men bestehen etwa bei Erst­ver­mie­tun­gen von Neu­bau­ten oder nach umfas­sen­den Modernisierungen.

Wer die Ver­gleichs­mie­te um mehr als 20 Pro­zent über­schrei­tet, begeht nach Para­graf 5 des Wirt­schafts­straf­ge­set­zes eine Miet­preis­über­hö­hung. Das ist eine Ord­nungs­wid­rig­keit und kann mit Geld­bu­ßen bis zu 50.000 Euro geahn­det wer­den. Liegt die Über­schrei­tung sogar jen­seits von 50 Pro­zent, kann Miet­wu­cher nach Para­graf 291 Straf­ge­setz­buch vor­lie­gen, was straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen kann.

Was passiert mit auffälligen Inseraten?

Ver­mie­ter, deren Inse­ra­te beim Mie­ten­scan als ver­däch­tig ein­ge­stuft wer­den, erhal­ten ein Schrei­ben der Siche­res Woh­nen AöR, einer Anstalt öffent­li­chen Rechts, die im Auf­trag des Lan­des Ber­lin tätig ist. Dar­in wer­den sie auf­ge­for­dert, ihre Miet­for­de­rung zu über­prü­fen und gege­be­nen­falls anzu­pas­sen. Es han­delt sich zunächst um ein prä­ven­ti­ves Hin­weis­ver­fah­ren, kei­ne unmit­tel­ba­re Sanktion.

Stadt­ent­wick­lungs­se­na­tor Chris­ti­an Gaeb­ler beton­te, es gehe um Gerech­tig­keit für Mie­ter, aber auch für Ver­mie­ter, die sich an die Regeln halten.

Was bedeutet das für Vermieter außerhalb Berlins?

Die Miet­preis­brem­se gilt nicht nur in Ber­lin, son­dern auch in ande­ren Bun­des­län­dern mit ange­spann­tem Woh­nungs­markt, dar­un­ter Tei­le Schles­wig-Hol­steins. Der Ber­li­ner Mie­ten­scan zeigt, dass die Behör­den Kon­trol­len zuneh­mend auto­ma­ti­sie­ren. Ver­mie­ter soll­ten ihre Miet­an­sät­ze daher regel­mä­ßig anhand des jewei­li­gen Miet­spie­gels überprüfen.

Wer unsi­cher ist, ob ein geplan­tes Miet­an­ge­bot mit der Miet­preis­brem­se oder ande­ren Rege­lun­gen ver­ein­bar ist, soll­te sich recht­lich bera­ten las­sen. Die Rechts­fol­gen bei Ver­stö­ßen kön­nen erheb­lich sein, von der Rück­zah­lung über­höh­ter Mie­ten bis hin zu Buß­gel­dern oder straf­recht­li­cher Verfolgung.

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