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Las tierras agrícolas de una sociedad de capital no se consideran patrimonio administrativo en caso de donación

Las tierras agrícolas de una sociedad de capital no se consideran patrimonio administrativo en caso de donación

Wer Unter­neh­mens­an­tei­le ver­schenkt oder ver­erbt, hofft auf die erb­schaft­steu­er­li­chen Begüns­ti­gun­gen für Betriebs­ver­mö­gen. Doch nicht alles, was zu einem Unter­neh­men gehört, pro­fi­tiert davon. Soge­nann­tes Ver­wal­tungs­ver­mö­gen ist von der Ver­scho­nung aus­ge­schlos­sen. Das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf hat nun in einem bemer­kens­wer­ten Urteil klar­ge­stellt, dass land­wirt­schaft­lich genutz­te Grund­stü­cke einer Kapi­tal­ge­sell­schaft nicht als Ver­wal­tungs­ver­mö­gen ein­zu­stu­fen sind.

Worum geht es beim Verwaltungsvermögen?

Das Erb­schaft- und Schen­kung­steu­er­ge­setz sieht in § 13b Abs. 4 Nr. 1 ErbStG vor, dass bestimm­te Wirt­schafts­gü­ter als Ver­wal­tungs­ver­mö­gen gel­ten und damit die steu­er­li­che Begüns­ti­gung für Betriebs­ver­mö­gen nicht erhal­ten. Typi­sches Bei­spiel sind an Drit­te ver­mie­te­te oder ver­pach­te­te Grund­stü­cke. Aller­dings ent­hält das Gesetz Rück­aus­nah­men, also Fäl­le, in denen trotz Über­las­sung an Drit­te kein Ver­wal­tungs­ver­mö­gen vor­liegt. Eine die­ser Rück­aus­nah­men betrifft Grund­stü­cke, die zur land- und forst­wirt­schaft­li­chen Nut­zung über­las­sen werden.

Der Fall: Ackerflächen in den USA, Schenkung in Deutschland

Im kon­kre­ten Fall wur­den Antei­le an einer gewerb­lich gepräg­ten GmbH & Co. KG schenk­wei­se über­tra­gen. Die­se Gesell­schaft war an einer US-ame­ri­ka­ni­schen Kapi­tal­ge­sell­schaft (Inc.) betei­ligt, die Acker­flä­chen samt Wirt­schafts­ge­bäu­den und Betriebs­mit­teln an loka­le Land­wir­te ver­pach­te­te. Die Far­mer bewirt­schaf­te­ten die Flä­chen eigen­stän­dig und zahl­ten ent­we­der eine fes­te Ver­gü­tung oder einen Anteil am Ern­te­er­lös. Bestimm­te Kos­ten, etwa für Bewäs­se­rungs­an­la­gen, über­nahm die Kapi­tal­ge­sell­schaft selbst.

Das Finanz­amt stuf­te die Acker­flä­chen als Ver­wal­tungs­ver­mö­gen ein und erhöh­te den steu­er­pflich­ti­gen Wert der Schen­kung erheb­lich. Begrün­dung: Bei einer Betriebs­ver­pach­tung im Gan­zen grei­fe nur eine bestimm­te Rück­aus­nah­me, die Rück­aus­nah­me für land­wirt­schaft­li­che Nut­zung schei­de hin­ge­gen aus.

Das Gericht widerspricht dem Finanzamt

Das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf gab der Kla­ge statt. In sei­nem Urteil vom 2. Juni 2026 (Akten­zei­chen 4 K 384/24 F) stell­te das Gericht klar, dass die Rück­aus­nah­me für land- und forst­wirt­schaft­lich genutz­te Flä­chen auch dann gilt, wenn es sich um Betriebs­ver­mö­gen einer Kapi­tal­ge­sell­schaft han­delt. Der Geset­zes­text selbst ent­hält kei­ne Ein­schrän­kung danach, wel­che Art von Ver­mö­gen oder wel­che Rechts­form betrof­fen ist.

Außer­dem beton­ten die Rich­ter, dass die ver­schie­de­nen Rück­aus­nah­men des Geset­zes neben­ein­an­der ste­hen und sich nicht gegen­sei­tig aus­schlie­ßen. Ob eine Betriebs­ver­pach­tung im Gan­zen vor­liegt, sei für die land­wirt­schaft­li­che Rück­aus­nah­me schlicht ohne Bedeu­tung, weil bei­de Rege­lun­gen unter­schied­li­che För­der­zwe­cke ver­fol­gen. Der Gesetz­ge­ber habe mit der Rück­aus­nah­me für Land­wirt­schaft aus­drück­lich die För­de­rung land­wirt­schaft­li­cher Tätig­kei­ten beab­sich­tigt, unab­hän­gig davon, ob die­se durch eine Ein­zel­per­son oder durch eine Kapi­tal­ge­sell­schaft erfolgt.

Was bedeutet das für Unternehmen und Erben?

Das Urteil ist vor allem für Unter­neh­men rele­vant, zu deren Ver­mö­gen land­wirt­schaft­li­che Flä­chen gehö­ren, die an Drit­te zur Bewirt­schaf­tung über­las­sen wer­den. In sol­chen Kon­stel­la­tio­nen kann die steu­er­li­che Begüns­ti­gung bei Schen­kung oder Erb­schaft erhal­ten blei­ben, wenn die Vor­aus­set­zun­gen der land­wirt­schaft­li­chen Rück­aus­nah­me erfüllt sind. Dabei kommt es nach die­ser Ent­schei­dung nicht dar­auf an, ob das Grund­stück im Rah­men einer umfas­sen­den Betriebs­ver­pach­tung über­las­sen wird oder zu einer Kapi­tal­ge­sell­schaft gehört.

Da die Abgren­zung zwi­schen begüns­tig­tem Betriebs­ver­mö­gen und steu­er­pflich­ti­gem Ver­wal­tungs­ver­mö­gen kom­plex ist und erheb­li­che steu­er­li­che Kon­se­quen­zen haben kann, emp­fiehlt sich im Ein­zel­fall eine gründ­li­che steu­er­recht­li­che Beratung.

Fuen­te: Hau­fe: Impuestos

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